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Wirtschaft, Arbeit und Soziales

Neben der Bildungspolitik ist die Sozialpolitik das Markenzeichen sozialdemokratischer Politik im Kreis Groß Gerau. Wir stehen in der sozialen Verantwortung - vor allem jenen Menschen gegenüber, die unsere Hilfe brauchen. Verlässliche Kommunikations- und Kooperationsstrukturen mit allen Partnern im Bereich der sozialen Sicherung sorgen dafür, dass die Probleme zwischen Kreis und Kommunen, Wirtschafts- und Wohlfahrtsverbänden und mit vielen Initiativen der Bürgerinnen und Bürger angegangen werden. Schließlich sorgt eine qualifizierte Sozialberichterstattung für transparente politische Diskussionen und fördert den sozialpolitischen Dialog mit allen Akteuren. Vernetzte und aufeinander abgestimmte Handlungsansätze stellen sicher, dass die Programme und Angebote tatsächlich zu dem Bedarf der Hilfsbedürftigen passen.

Daraus ergeben sich unsere zentralen sozialpolitischen Ziele für den Kreis Groß Gerau:

  • Lebenslange Bildung für alle.

  • Teilhabe am Arbeitsmarkt - zur eigenständigen Existenzsicherung und gesellschaftlichen Integration.

  • Verlässliche und passgenaue Hilfe und Unterstützung für alle Menschen die darauf angewiesen sind.

 

Soziale Sicherheit und Stabilität erreichen wir, indem wir:

  • Die abgestimmten Netze der sozialen Versorgung im Kreis GG passgenau weiterentwickeln.

  • Die dauerhafte und verlässliche Finanzierungsstruktur dafür erhalten.

  • Benachteiligten jungen Menschen Schulabschlüsse und Ausbildungsplätze, auch durch unseren Ausbildungsverbund „Metall“, sichern.

  • Die Schulsozialarbeit ausbauen.

  • Maßnahmen der Gesundheitsprävention unterstützen und fördern.

  • Der Armut von Älteren und Kindern aufmerksam begegnen und entsprechende Maßnahmen einleiten.

  • Den sozialen Wohnungsbau reaktivieren.

Dem demografischen Wandel begegnen wir, indem wir:

  • Die aktive örtliche Teilhabe und Mitsprache der Älteren in den Kommunen (mit)organisieren.

  • Gewählte Seniorenbeiräte anregen.

  • Angebote für die Anpassung des Wohnraums an den demografischen Wandel machen.

  • Das lebenslange Lernen voranbringen.

  • Die Netzwerke der „Generationenhilfe“ in den Kommunen sichern.

  • Die Hospiz-Angebote erweitern.

  • Die Angebote der ambulanten und stationären Pflege sichern.

 

Wir unterstützen die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit körperlicher, geistiger und psychischer Behinderung, indem wir:

  • Das barrierefreie Bauen voranbringen.

  • Umweltbedingte Barrieren beseitigen, die an der Teilnahme des gesellschaftlichen Lebens hindern.

  • Die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu einem festen Bestandteil aller zukunftsorientierten Entscheidungen machen.

  • Menschen mit Behinderung an allen sie betreffenden politischen Entscheidungen aktiv beteiligen.

  • Die Inklusion behinderter Kinder in Kitas und Schulen voranbringen.

  • Die Selbsthilfegruppen stärken.

 

Wir wollen die Gesundheitsversorgung im Kreis erhalten und wo nötig bedarfsgerecht ausbauen, indem wir:

  • Bestehende Angebote erhalten und noch weiter ausbauen.

  • Einen runden Tisch mit allen für die Gesundheit in unserem Kreis Verantwortlichen einrichten.

  • Die betriebliche Gesundheitsprävention auszubauen.

  • Das Kreiskrankenhaus als kommunale Gesundheitseinrichtung stärken.

  • Die dortige medizinische Versorgung besser mit Angeboten der niedergelassenen Ärzte vernetzen.

  • Die Zusammenarbeit mit kommunalen Krankenhäusern im Kreis und in der Region verstärken.

  • Die Hospizbewegung unterstützen und die Palliativmedizin ausbauen.

 

Wir treten ein für die Kommunale Verantwortung für die Beschäftigungsförderung im SGBII Bereich

Der Kreis soll die kommunale Trägerschaft für die Arbeitsmarktintegration nach SGBII übernehmen. Wir fordern, dass sich der Kreis dafür einsetzt, dass

  • Langzeitarbeitslosigkeit abgebaut wird und

  • passgenaue zielgruppenbezogene Unterstützung zur Arbeitsmarkt-Integration für alle sichergestellt wird

Zentrale Zielgruppen, die hier erreicht werden sollen sind Jugendliche, Mütter und Väter – die Familienarbeit und Erwerbsarbeit verbinden müssen, Menschen über 50 Jahre – die einen neuen beruflichen Einstieg brauchen sowie Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

 

Weiterhin fordern wir in diesem Zusammenhang, dass:

  • Ausbildungsplätze für alle Jugendlichen zur Verfügung stehen.

  • Ein für jedes Lebensalter passendes Arbeitsplatzangebot zur Verfügung steht.

  • Eine frühzeitige Förderung zur Erwerbssicherung angeboten wird.

 

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die demografische Entwicklung stellt neue Anforderungen an familienunterstützende Strukturen und die Sicherung von Bildung und lebenslangem Lernen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird somit mehr denn je ein zentrales Thema. Wir setzen uns dafür ein, dass die in diesem Bereich existierenden Angebote erhalten und bedarfsgerecht ausgebaut werden. Dazu gehören:

  • Die Kinderbetreuung und die Umsetzung der Ganztagschule.

  • Die kommunalen Bündnisse für Familie.

  • Die Generationenhilfe und generationenübergreifenden Projekte.

  • Die interkommunale Kooperation zur Entwicklung einer familienfreundlicher Kreis- Stadt- Kommunal- Verwaltung.

  • Die Wettbewerbe „Familienfreundliche Betriebe“.

Wir wollen nicht Angebote der öffentlichen Daseinsvorsorge privatisieren, sondern durch die Schaffung eines öffentlich-rechtlichen Beschäftigungssektors zusätzliche Dienstleistungen anbieten.

 

Kommunale Wirtschaftsförderung im Kreis

Wir setzen uns für die Fortsetzung der aktiven Wirtschaftsförderung im Kreis Groß-Gerau ein. Im engen Kontakt mit den Unternehmen am Standort – auch in der Landwirtschaft – wollen wir Arbeitsplätze sichern, drohendem Abbau entgegenwirken und neue Arbeitsplätze schaffen. Wir setzen uns dafür ein, dass Gewerbe- Industrieflächen / Infrastruktur – auch in interkommunaler Zusammenarbeit – zur Verfügung stehen.

  • Wir fördern Kooperations- und Informationsplattformen zur Förderung von Innovation und der Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes. Dabei liegt unser Augenmerk auf kleinen und mittleren Unternehmen

Mit Hilfe der Gründungsförderung des Kreises Groß-Gerau konnten in den vergangenen Jahren rund 335 Unternehmen gegründet werden. Dadurch sind 1215 neu geschaffene Arbeitsplätze entstanden.

 

Dieses Dienstleistungsangebot begünstigt positiv das Gründungsklima im Kreis Groß-Gerau und leistet damit aktiv einen gezielten Beitrag zur Beschäftigungsförderung.

Auch in Zukunft entsteht Beschäftigung vor allem in den vielen ortsansässigen kleinen und mittelständischen Betrieben. Sie stehen für Wachstum und Arbeitsplätze, für Innovation und gute Ausbildung. Die Wirtschaft des Kreises braucht weiterhin diese jungen Unternehmen mit neuen Ideen, damit in der Region langfristig neue Arbeitsplätze entstehen.

 

Deshalb werden wir dieses Angebot verstärken.

 

  • Wir setzen uns dafür ein, dass die Förderung der kleinen und mittelständischen Unternehmen auch künftig im Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik auf Kreisebene steht.

  • Wir wollen die „Erfolgsgeschichte TIGZ“ fortsetzen und dort auch weiterhin junge Unternehmen unterstützen und damit Arbeitsplätze schaffen.

  • Wir wollen auch künftig sicherstellen, dass die Kreissparkasse ein wichtiger Partner für die kleinen und mittelständischen Unternehmen bleibt und dort eine bewusst mittelstandsfreundliche Geschäftspolitik betrieben wird.

  • Wir fordern, dass der Kreis Groß-Gerau seine Politik der aktiven Wirtschaftsförderung fortsetzt und den Strukturwandel hin zum Dienstleistungsbereich aktiv begleitet.

  • Wir setzen uns ein für die Förderung einer qualifizierten und differenzierten Beschäftigungsstruktur, für einen Branchen-Mix mit Zukunftsperspektive.

  • Wir unterstützen Initiativen und Hilfen bei der Erschließung neuer Beschäftigungsfelder, z. B. im Bereich hauswirtschaftliche Hilfen oder familienentlastende Dienste.

  • Wir fordern einen Mindestlohn für alle Branchen sowie gleichen Lohn für gleiche Arbeit, auch bei Leiharbeit

Wir Sozialdemokraten laden alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger zur Mitarbeit ein. Wir laden dazu ein, unser engagiertes und anspruchsvolles Programm für unseren Kreis Groß-Gerau „Perspektiven 2011 – 2016“ gemeinsam zu diskutieren und an seiner Verwirklichung mitzuarbeiten. Dazu richten wir Arbeitskreise und Diskussionsforen zu unseren Themenschwerpunkten ein

  • Klimawandel / Energiewende

  • Arbeit und Soziales

  • Integration und Kultur

  • Umwelt, Natur und Regionales

  • Schule und Bildung

Gleichzeitig wollen wir unsere Arbeitskreise in der Kreistagsfraktion punktuell und gezielt zu einzelnen Schwerpunkten öffnen und mit öffentlichen Sitzungen interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger herzlich zum Dialog einladen.