Treffen der Bildungs-AG der Kreis-SPD: Ganztag und inklusive Beschulung an Lernenden orientieren

Auf ihrer jüngsten Sitzung der Arbeitsgemeinschaft für Bildung beschäftigte sich die Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) der Kreis-SPD mit anstehenden Themen, erklärt der Vorsitzende, Martin Trautvetter. Schwerpunkte seien die schulische Inklusion sowie die Ganztagsbetreuung gewesen. Beiden sei gemeinsam, dass der Erfolg sich daran messen lasse, dass bei den SchülerInnen der Unterschied der Professionen nicht ankomme. Entscheidend sei die Arbeit für die Lernenden. „Der Pakt für den Nachmittag, wie er von der schwarz-grünen Koalition angestrebt wird, ist ein Rückschritt“, kritisiert Trautvetter die hessische Landesregierung. „Statt mehr Bildung kommt es so zu mehr Betreuung, statt dem, was Schülerinnen und Schüler weiterbringt.“ Schulen müssten gewährleisten, dass die Lernenden auf die Bewältigung von späteren Lebenssituationen vorbereitet werden, „andernfalls bleibt Bildung etwas für Sonntagsreden.“

Weder der Ganztag noch die inklusive Beschulung seien etwas, was „wie ein Satellitensystem“ an den Schulalltag angehängt werden dürfe. „Beides braucht eine den Lernenden zugewandten Haltung. Dafür braucht es eine Landesregierung, die sich der Bildung verpflichtet fühlt.“ Augenblicklich dränge diese jedoch Bildungsaufgaben an die Kommunen ab, halte aber gleichzeitig am Erhalt des Kooperationsverbotes fest. So könne der Bund die Länder nicht entsprechend unterstützen und so für eine schnellere Umsetzung sorgen. Gesellschaftliche Teilhabe, wie sie durch den Ganztag und die Inklusion gefördert werde, würde helfen, soziale Kosten durch Bildung im Griff zu halten, so Trautvetter. In diesem Zusammenhang erneuerte die AfB ihre Forderung nach einem gemeinsamen Ministerium für Schule und Jugend. Dies mache sich auch daran fest, dass die Finanzierung von Inklusion und Ganztag über den Kultusbereich hinausgehe.

Die Bildungs-AG weist auf ihre nächste Sitzung am 16. Juli, 18:00 Uhr, im Schloss Dornberg (Hauptstraße 1, 64521 Groß-Gerau) hin. Themen seien dieses Mal, unter anderem, die Wahlfreiheit von Eltern bei der Bildung ihrer Kinder, die Schulentwicklungsplanung sowie die Volkshochschulen im Kreis. Interessierte mit oder ohne Parteibuch seien herzlich willkommen.